Tiefe Trauer

"Chorus Line" - Komponist Hamlisch tot

Marvin Hamlisch
© Photo Press Service/www.photopress.at
Nach schwerer Krankheit verstarb der Komponist 68-jähring in Los Angeles.
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Den Mann kennen nur Filmfreunde, die Musik praktisch jeder: Marvin Hamlisch, einer der erfolgreichsten Filmmusik- und Musicalkomponisten der vergangenen Jahrzehnte, ist tot. Der Schöpfer des Titels "The Entertainer" aus dem Film "Der Clou" und des Musicals "A Chorus Line" starb nach Angaben der "New York Times" am 7. Juli in Los Angeles. Er hatte drei Oscars, vier Emmys, vier Grammys, zwei Golden Globes, einen Tony und selbst einen Pulitzer-Preis gewonnen.

Nach schwerer Krankheit verstorben
Zur Todesursache hieß es lediglich, dass Hamlisch nach einer kurzen, schweren Krankheit gestorben sei. In der Öffentlichkeit war nichts über eine Erkrankung des 68-Jährigen bekannt. Hamlisch sei in Folge der Krankheit kollabiert und kurz darauf gestorben, hieß es von der Familie.

Hamlisch hatte Wiener Wurzeln
Hamlisch stammt aus einer jüdischen Familie, die ihre Wurzeln in Wien hat - genau wie Barbra Streisand, mit der er jahrzehntelang zusammenarbeitete. Der Song "The way we were" aus dem Film "So wie wir waren" wurde für beide einer der größten Erfolge. Hamlisch bekam dafür 1973 gleich zwei Oscars, einen dritten im selben Jahr für die Ragtime-Melodie, die der Klassiker des Films "Der Clou" wurde. Seine Adaption der ursprünglichen Melodie von Scott Joplin wurde zum Gassenhauer.

Viele Auszeichnungen bekommen

"In einer Karriere, die Film, Fernsehen, Bühne und Musik umfasste, hat Mister Hamlisch so ziemlich jeder Preis gewonnen, den es für jedes Medium gibt", hieß es im Nachruf der "New York Times". Im Blatt selbst hatte Hamlisch sich noch im vergangenen Monat zu Kritiken geäußert: "Ich bin kein Typ, der sagt, er lese nie Kritiken. Ich glaube solchen Menschen nicht, ich glaube, die lesen sie sehr wohl. Meine Lieder sind meine Babys. Und es ist, als ob ich im Krankenhaus von einem Neugeborenen ein Foto mache, es einem Freund zeige, und der sagt: "Ich gebe Dir 'ne 3!". So funktioniert Kritik."

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© Stephan Wyckoff

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© APA/HERBERT P. OCZERET

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