Alkohol & Kokain

0,94 Promille im Dienst: Fahrdienstleiter sorgt für Bahn-Chaos

© Getty Images/iStockphoto
Ein Fahrdienstleiter der Deutschen Bahn hat den Zugverkehr im Schwarzwald für rund eineinhalb Stunden lahmgelegt. Der 29-Jährige war in seinem Stellwerk plötzlich nicht mehr erreichbar – und die Polizei machte dort eine brisante Entdeckung.
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Der Vorfall ereignete sich im Stellwerk Gengenbach in Baden-Württemberg. Weil der 29-Jährige plötzlich nicht mehr erreichbar war, alarmierte die Leitstelle die Bundespolizei und den Rettungsdienst. Zunächst wurde von einem möglichen medizinischen Notfall ausgegangen.

Als die Einsatzkräfte eintrafen, waren die Türen des Stellwerks verriegelt. Durch die Fenster sahen die Beamten den Fahrdienstleiter offenbar bewusstlos in einem Bett liegen.

Die Einsatzkräfte bereiteten sich bereits darauf vor, die Tür zu öffnen. Erst nach wiederholtem lautem Klopfen öffnete der Mann schließlich selbst.

0,94 Promille und zwei Beutel mit weißer Substanz

Der Rettungsdienst versorgte den Deutschen. Dabei verhielt er sich auffällig. Im Stellwerk fanden die Beamten zudem mehrere leere Bierflaschen.

Ein Alkoholtest ergab 0,94 Promille. Doch damit war der Einsatz für die Polizei noch nicht beendet.

Im Geldbeutel des Mannes entdeckten die Beamten zwei Beutelchen mit einer weißen Substanz. Laut Polizei handelte es sich dabei vermutlich um Drogen. Der 29-Jährige gab an, dass es Kokain sei.

Bahnverkehr rund 90 Minuten lahmgelegt

Gegen den Fahrdienstleiter wird nun wegen des Verdachts der Gefährdung des Bahnverkehrs sowie wegen des illegalen Besitzes von Betäubungsmitteln ermittelt.

Die Staatsanwaltschaft Offenburg ordnete eine Blutentnahme an. Gegen 10.20 Uhr schickte die Deutsche Bahn Ersatz für den Fahrdienstleiter.

Kurz darauf konnte der Betrieb der Schwarzwaldbahn wieder aufgenommen werden. Rund eineinhalb Stunden lang war der Bahnverkehr zuvor beeinträchtigt.

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