Pfand-Wahnsinn

11.218 Flaschen! Mann stellt unglaublichen Pfand-Rekord auf

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Zehn Stunden lang stand Paweł Mej an einem Pfandautomaten – und gab eine Flasche nach der anderen zurück. Am Ende zeigte der Automat eine unglaubliche Zahl: 11.218 Flaschen und Dosen. Der Aktivist aus Polen will mit dem Geld nicht nur sich selbst helfen, sondern auch Feuerwehr, Frauenkomitee und eine Schule unterstützen.
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Mej, der in den sozialen Medien als "Bosy Biegacz", also "Barfußläufer", bekannt ist, hatte die Behälter seit März gesammelt. Mit seinem Fahrrad war er dabei durch Städte und Dörfer in der Umgebung von Bochnia unterwegs.

Am Donnerstag, dem 17. September, brachte er die gesammelten Flaschen und Dosen schließlich in Bochnia, rund 40 Kilometer östlich von Krakau, zurück. Rund zehn Stunden dauerte die Rückgabe am Automaten. Laut TVP World handelt es sich um einen nationalen Rekord.

Mehr als 1280 Euro mit Pfand verdient

Für die 11.218 zurückgegebenen Verpackungen erhielt Mej insgesamt 5609 Złoty, umgerechnet rund 1280 Euro. Einen Teil davon will er für lokale Projekte verwenden.

770 Złoty (ca.175€) sollen an die Feuerwehr gehen, weitere 300 Złoty (ca.70€) an ein Frauenkomitee. Außerdem will Mej 16 Sportbälle für eine Schule finanzieren. Den restlichen Betrag möchte er für seinen eigenen Lebensunterhalt verwenden.

Doch seine Sammelaktion ist damit noch lange nicht beendet. In sozialen Medien kündigte der Aktivist bereits an, weiter Geld sammeln zu wollen – diesmal für ein Feuerwehrauto

Auch Österreich hat seit 2025 ein Pfandsystem

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Für Österreich ist das Thema besonders interessant: Seit 1. Jänner 2025 gibt es hier das Einwegpfand auf Plastikflaschen und Getränkedosen. Betroffen sind geschlossene Getränkeverpackungen aus Kunststoff oder Metall mit einer Füllmenge von 0,1 bis 3 Litern. Das Pfand beträgt einheitlich 25 Cent pro Verpackung.

Die Flaschen und Dosen sind am österreichischen Pfandlogo erkennbar. Zurückgegeben werden können sie bei entsprechenden Verkaufsstellen oder über Rücknahmeautomaten. Wer eine Verpackung zurückbringt, bekommt die 25 Cent wieder zurück.

Was bei der Rückgabe wichtig ist

Damit das Pfand ausbezahlt werden kann, müssen das österreichische Pfandlogo und der Barcode deutlich erkennbar sein. Die Verpackung sollte leer, unzerdrückt und das Etikett noch vorhanden und lesbar sein.

Auch beim österreichischen System gibt es allerdings Ausnahmen. Nicht jede Verkaufsstelle muss jede Art von Verpackung in unbegrenzter Menge zurücknehmen. Bei einer manuellen Rücknahme gelten unter anderem Regeln zur üblichen Verkaufs- und Füllmenge.

11.218 Flaschen – in Österreich wären es 2804,50 Euro Pfand

Der Rekord aus Polen zeigt eindrucksvoll, welche Summen sich bei großen Mengen an Verpackungen ansammeln können. Würde man 11.218 pfandpflichtige österreichische Flaschen oder Dosen zurückbringen, wären das bei 25 Cent pro Stück 2804,50 Euro.

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Ganz so einfach ist der Vergleich allerdings nicht: In Polen gelten andere Pfandhöhen und Regeln. Dort wurde das neue Pfandsystem erst im Oktober 2025 eingeführt.

Aus Müll wird bares Geld

Das österreichische Pfandsystem soll vor allem dafür sorgen, dass mehr PET-Flaschen und Dosen gesammelt und wiederverwertet werden. Bis 2027 soll eine Sammelquote von 90 Prozent erreicht werden.

Der polnische Rekord zeigt unterdessen, dass sich aus konsequentem Sammeln durchaus eine beachtliche Summe machen lässt – und dass Pfand mittlerweile weit mehr sein kann als nur ein paar Cent beim nächsten Einkauf.

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