Expertin in ZIB2

Armin Wolf: Löscht uns KI in 10 Jahren aus?

Ein Mann im Anzug spricht gestikulierend bei einer Veranstaltung mit hellem Hintergrund.
© APA/GEORG HOCHMUTH
Die Künstliche Intelligenz wird von immer mehr Forschern als Gefahr für die Menschheit angesehen. ZIB2-Anchor Armin Wolf sprach mit einem Experten darüber.
OE24 auf Google bevorzugen

Im ORF sprach Moderator Armin Wolf in der ZIB2 ausgiebig über künstliche Intelligenz und mögliche Gefahren für die Menschheit.

Johanna Pirker, Mitglied im UN-Expertengremium zur KI, sagte im ORF-Einspieler: "Die Geschwindigkeit bereitet uns Sorgen, in der die KI entwickelt wird."

"Europa hatte noch nie den Anschluss"

Der Missbrauch, mit KI Biowaffen bauen zu können, bereitet auch Dario Amodei, Chef von Anthropic, große Angst. Im ORF-Beitrag sprach Armin Ronacher, Mitgründer des KI-Unternehmens Earendil, aber auch aus, was ebenfalls ein Fakt ist: "Europa hat nicht nur den Anschluss verloren, sondern ihn nie gehabt." Regulierungen in den USA seien wirksam, in der EU weniger.

Brisantes Interview

Doktor Michael Nentwich (österreichische Akademie der Wissenschaften) nahm im ZIB-Interview die Thematik KI und Gefahr in Angriff.

"Die KI-Modelle entwickeln sich mit atemberaubender Geschwindigkeit. Kann KI in einem Jahrzehnt die Menschheit vernichten?", fragte ihn Wolf.

"Es gibt unterschiedliche Arten der KI. Maschinelles Lernen bringt hervorragende Ergebnisse. Die Large Language Models sind gefährlich in unterschiedlichen Versionen. Eine KI, die sich selbstständig macht, die gibt es noch nicht. Das wird noch länger dauern", beschwichtigte Nentwich.

"Der Ruf nach Regulierung und Verlangsamung ist auch ein Marketingaspekt dieser Unternehmen, die sich in Szene setzen", sagte der Experte zu Wolf.

"Könnten die Systeme letztlich nicht mehr kontrollierbar sein?", wollte Wolf wissen.

"KI-gesteuerte Algorithmen steuern jetzt schon, was die meisten Menschen über Social Media zu Gesicht bekommen", gab Nentwich zu bedenken. Ob man eine KI-Bremse wirklich durchsetzen wird, da hat er seine Zweifel.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden