Minen-Kollision

Öltanker fliegt nach Minen-Treffer in die Luft

Hormuz
© APA/AFP/GIUSEPPE CACACE (Archivbild)
In der Straße von Hormuz ist laut den iranischen Revolutionsgarden ein Öltanker explodiert.
OE24 auf Google bevorzugen

Teheran. Ein Öltanker sei explodiert und in Brand geraten, nachdem er in der Straße von Hormuz mit Minen kollidiert sei, berichtet die Agentur Fars am Montag unter Berufung auf die iranische Revolutionsgarde (IRGC).

Der Tanker "El Gaia" sei auf der vom Iran verminten südlichen Route durch die Meerenge unterwegs gewesen, so der staatliche Rundfunk Irib. Das gesamte Schiff sei nach der Detonation der Mine in Flammen aufgegangen.

Wann sich der Vorfall ereignet haben soll, blieb zunächst offen. Erste Berichte über einen Angriff auf die "El Gaia", ein unter panamaischer Flagge fahrendes Schiff, tauchten bereits am Sonntag auf.

Indische Besatzung in Sicherheit

An Bord des Tankers sollen sich 14 indische Besatzungsmitglieder befunden haben. Das indische Außenministerium verurteilte den Angriff scharf und teilte mit, dass 13 Seeleute gerettet werden konnten. Die Suche nach der noch vermissten Person läuft auf Hochtouren. Die indische Botschaft im Oman beobachtet die Lage genau und stimmt sich direkt mit den dortigen Behörden ab.

Iran: "Die Straße von Hormuz ist geschlossen"

"Die Straße von Hormuz ist geschlossen und bleibt unter unserer Kontrolle", teilte demnach die Marine-Führung der Revolutionsgarden mit. Sie habe zuvor vor dem Befahren der südlichen Route gewarnt. Die Marine hat die südliche Passage vermint, lediglich eine nördliche Route entlang der iranischen Küste für sicher erklärt und verlangt Gebühren für die Durchfahrt.

US-Militär: "El Gaia" bereits seit längerem beschädigt

Laut dem US-Militär war das Schiff hingegen bereits seit längerer Zeit beschädigt. "El Gaia" sei bereits im vergangenen Monat von einer iranischen Rakete getroffen worden, teilte das für die Region zuständige Zentralkommando der US-Streitkräfte (CENTCOM) mit. Am Wochenende habe der Iran das Schiff dann vor der Küste des Omans erneut mit einer Drohne angegriffen. Gegenwärtig werde der manövrierunfähige Tanker von einem regionalen Partner abgeschleppt.

Aussagen zur Sicherheitslage

Der Vorfall geschieht wenige Wochen nach Äußerungen von US-Präsident Donald Trump. Dieser hatte erklärt, dass sämtliche Minen in den internationalen Gewässern der Straße von Hormuz entfernt oder zur Detonation gebracht worden seien.

Die Straße von Hormuz ist im Iran-Krieg zum zentralen Streitpunkt zwischen Teheran und Washington geworden. Vor dem Krieg lief rund ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung durch die Meerenge. Auch Flüssigerdgas (LNG) und Dünger aus den Golfstaaten werden über die Route exportiert. Ein für diesen Montag geplantes Außenministertreffen der Staaten am Persischen Golf über die Straße von Hormuz wurde kurzfristig abgesagt.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden