Berlin & Meck-Pomm

CDU stürzt bei Wahlen ab: Desaster für Merz

Merz
© APA/AFP/JOHN MACDOUGALL
Bei den Landtagswahlen in den ostdeutschen Bundesländern Berlin und Mecklenburg-Vorpommern hat es am Sonntag Prognosen zufolge Siege für die rechtspopulistische Alternative für Deutschland und die Linke gegeben.
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In Mecklenburg-Vorpommern überholte die AfD die regierende SPD. In der Hauptstadt holte demnach die Linke den Sieg vor der bisherigen Bürgermeisterpartei CDU.

Berliner Hochrechnung:

Balkendiagramm zeigt Wahlergebnisse und Sitzverteilung der Berlinwahl 2026 um 18:28 Uhr.
Hochrechnung © ard

Hochrechnung für Mecklenburg-Vorpommern:

Balken- und Tortengrafik zur Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026 mit Wahlergebnissen und Sitzverteilung.
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Die erste Hochrechnung für Berlin

Balkendiagramm zeigt Wahlergebnisse und Sitzverteilung der Berlinwahl 2026 um 18:28 Uhr.
Hochrechnung © ard

Die erste Hochrechnung für Meck-Pomm

Balken- und Tortengrafik zur Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026 mit Wahlergebnissen und Sitzverteilung.
Hochrechnung © ard

Linke in Berlin klar vor CDU

In der ZDF-Prognose für die Berlin-Wahl kam die Linke auf 26 Prozent, die CDU auf 20 Prozent. Es folgen Grüne (15,5 Prozent), AfD (13,5) und SPD (12). Das BSW könnte mit 5 Prozent knapp den Einzug in das Abgeordnetenhaus schaffen. Die jetzige Regierung aus CDU und SPD hat keine Mehrheit mehr und ist damit abgewählt. Beide Parteien müssen deutliche Verluste hinnehmen. Linke und AfD gewannen stärker hinzu.

In Mecklenburg-Vorpommern kam die SPD auf 35,5 (ZDF: 36,5) Prozent und die AfD auf 37 (38) Prozent, wie die Sender am Sonntag mitteilten. Die CDU erreicht 5,5 (5) Prozent, die Grünen kommen auf 5,5 (5,5) Prozent und die Linkspartei auf 7,5 (6) Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) kommt bei der ARD auf 5, im ZDF auf 4,8 Prozent und muss um den Einzug in den Schweriner Landtag bangen.


Kanzler Merz zeigt sich kämpferisch

Merz äußerte sich direkt nach den Prognosen öffentlich zum Wahlausgang. Er räumte ein "Desaster" in Mecklenburg-Vorpommern ein, zeigte sich aber kämpferisch. Er kündigte einen Reformkurs an. "Die Reformen müssen kommen." Er übernehme Verantwortung dafür. "Was jetzt zu tun ist, erfordert Rückgrat, Standhaftigkeit und Geduld. Ich werde das aufbringen als CDU-Vorsitzender und Bundeskanzler dieses Landes."

Merz hatte für den Wahlabend das CDU-Präsidium in die Parteizentrale bestellt. Nach dem Absturz der CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor zwei Wochen war die Kritik an Merz auch in der CDU immer lauter geworden. Vier Tage vor den Wahlen hatten die acht mächtigen CDU-Ministerpräsidenten dem Kanzler allerdings mit einer gemeinsamen Erklärung Rückendeckung gegeben.


Das Merz-Statement

Er resümiert die letzten Landtagswahlkämpfe - bis zurück nach Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz.

Dann kommt er auf Sachsen-Anhalt und den CDU-Absturz zu sprechen. Die Ergebnisse in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern erklärt er ambivalent. Mecklenburg-Vorpommern sei eine Katastrophe für die Partei. Das Berliner Ergebnis hingegen "ordentlich".

Gemeinsam mache man sich Sorgen um die Zukunft Deutschlands, leitet Merz dann schnell zum allgemeinen Teil über. Der Ton sei "rauer" geworden. Merz kritisiert auch die radikalen Kräfte an den Rändern links und rechts.

Merz will nicht zurück "in die gute alte Zeit". Merz will Deutschland einen neuen Aufbruch bringen. Merz will jetzt Reformen vorantreiben in Deutschland. Er versucht, seine Kanzlerschaft zu retten.

Kurz und knapp: Merz kämpft um seine Kanzlerschaft und will jetzt Reformen


Die Wahlen sind geschlagen: Gleich tritt Merz vor die Presse

Für die CDU ist der Ausgang der Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ein Desaster. erklärt Friedrich Merz in wenigen Minuten seinen Rücktritt?


Alle Zahlen zu Berlin und Mecklenburg-Vorpommern

Balkendiagramm mit Prognose zur Berlin-Wahl 2026 nach Parteien und Prozentwerten.
© ARD (Screenshot)
Balkendiagramm zur Wahlprognose 2026 in Mecklenburg-Vorpommern mit Prozentwerten der Parteien.
© ARD (Screenshot)
Halbkreisdiagramm zeigt die Sitzverteilung nach der Wahl 2026 in Berlin mit sechs Parteien.
Wahl DE © ARD (Screenshot)

Erste Prognose für Berlin und Mecklenburg-Vorpommern

Berlin:

Linkspartei: 24,5

CDU: 20,0

AfD: 16,0

Grüne 15,0

SPD: 12,0

BSW: 5,0

Mecklenburg-Vorpommern:

AfD: 37,0

SPD: 35,5

Linke: 7,5

Grüne: 5,5

CDU: 5,5

Alle Angaben in Prozent


Gleich kommen die ersten Zahlen

In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern kommen um 18 die ersten Zahlen. Es handelt sich um eine Prognose der Wahlergebnisse. Kurz danach der Showdown: Kanzler Merz will in Berlin eine Erklärung abgeben.


Merz kündigt Erklärung an: Um kurz nach 18 Uhr will er vor die Presse treten

In Berlin brodelt es: Merz will nach 18 Uhr bereist nach der erste
Prognose in der Hauptstadt vor die Presse treten.

Erklärt der Kanzler umgehend nach den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern seinen Rücktritt?

Oder sucht Merz die Flucht nach vorne?


Großes Polizei-Aufgebot in Berlin

Die Berliner Polizei sichert die Wahlen in Berlin mit rund 1.100 zusätzlichen Einsatzkräften ab. Die Polizisten sind stadtweit unterwegs, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, wie die Behörde mitteilte.

Es gehe um den Schutz der Wahllokale, des Abgeordnetenhauses und der Regierungsgebäude, wie ein Sprecher sagte. Polizisten achteten dabei auch darauf, dass es im Umfeld von Wahllokalen keine unzulässige Beeinflussung gebe.


CDU mauert sich ein: Krisen-Gipfel in Berlin

Kanzler Merz ist am Sonntag bereits in der CDU-Zentrale angekommen und hat die Spitzen der Partei für 17 Uhr zusammengetrommelt. Heißt: Die CDU mauert sich am Schicksalstag für Merz im Konrad-Adenauer-Haus ein. Für den Parteichef steht ein entscheidender Abend bevor, während die Bürger in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin neue Parlamente wählen.

Ein Mann mit Brille spricht bei einer CDU-Veranstaltung am Rednerpult mit CDU-Logo.
Friedrich Merz. © APA/AFP/JOHN MACDOUGALL

In Mecklenburg-Vorpommern liefern sich SPD und AfD ein enges Duell an der Spitze. Beide Parteien liegen in den letzten Umfragen mit 37 Prozent beziehungsweise 36 Prozent nahezu gleichauf.

In Berlin liegt Die Linke in den Erhebungen mit 22 Prozent knapp vor der CDU mit 20 Prozent. In beiden Bundesländern erreichen AfD, Die Linke und das BSW gemeinsam knapp 50 Prozent aller Stimmen.


Auch hohe Wahlbeteiligung im Osten

Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ist bei den Wahlberechtigten bis zum Nachmittag auf mehr Interesse gestoßen als fünf Jahre zuvor. Bis 14.00 Uhr gaben 40,7 Prozent ihre Stimme für die Zusammensetzung des neuen Landtags ab, teilte die Landeswahlleitung mit.

Damit lag die Wahlbeteiligung deutlich höher als zur gleichen Zeit bei der Wahl 2021. Damals hatten bis 14.00 Uhr 32,5 Prozent der Wahlberechtigten bereits gewählt, hieß es.


Wahlpanne: Bürger stimmen in Bus ab

In einem Rostocker Stadtteil hatten einige Wählerinnen und Wähler bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ein besonderes Wahlerlebnis. Weil der Zutritt zu einem Wahllokal in Rostock-Kassebohm am Morgen nicht möglich gewesen sei, habe die Wahlbehörde veranlasst, dass zunächst ein Bus der Rostocker Straßenbahn AG als Wahllokal genutzt wurde, teilte ein Sprecher der Hansestadt mit. Zuvor hatte die "Ostsee-Zeitung" darüber berichtet.


CDU-Kandidat in Berlin beschimpft

Der CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers ist auf dem Weg in sein Wahllokal in Friedrichshain-Kreuzberg beschimpft worden. Ein Mann wartete offenbar auf ihn und überzog den Politiker mit Vorwürfen.

Der CDU-Spitzenkandidat bei der Berlin-Wahl, Stefan Evers (46), ist laut der Berliner Morgenpost auf dem Weg in sein Wahllokal in Friedrichshain-Kreuzberg beschimpft worden. Ein Mann, der offenbar auf ihn gewartet hatte, überzog Evers dabei mit Vorwürfen.

Ein Mann mit Brille lächelt im Freien und spricht mit Journalisten.
Stefan Evers © IMAGO/Anadolu Agency

Themenbezogen ging es bei der Pöbelei offenbar um ein Jugendzentrum. Der Mann stellte den Politiker direkt vor Ort zur Rede und konfrontierte ihn mit seinen Anliegen.Evers reagierte gelassen auf die Situation. Er sagte im Anschluss: "Wer in Berlins Politik nicht sturmfest ist, darf nicht in die Politik gehen."


Hohe Wahlbeteiligung in Berlin

In Berlin verzeichnet die Wahlbeteiligung um 12 Uhr ein deutliches Plus. Mit 27,9 Prozent liegt der Wert spürbar über den Zahlen der vorangegangenen Wahl aus dem Jahr 2023.

Um 12 Uhr lag die Wahlbeteiligung in Berlin bei genau 27,9 Prozent. Damit zeigt sich eine gestiegene Teilnahme der Stimmberechtigten im Vergleich zum vorherigen Urnengang.

Wähler gibt seinen Stimmzettel an einem Tisch in einem Wahllokal ab, weitere Personen im Hintergrund.
© IMAGO/Anadolu Agency

Der gemeldete Wert liegt um 4,5 Prozentpunkte über der Wahlbeteiligung bei der Wahl 2023 zum selben Zeitpunkt.

Diese Daten gab der Landeswahlleiter in einer offiziellen Mitteilung bekannt. Damit liegen die ersten gesicherten Zwischenergebnisse zur Teilnahme der Berliner Bevölkerung vor.


Berliner Polizei mit erster Sicherheits-Bilanz


CDU-Präsidium tagt ab 17 Uhr

Um 17 Uhr, kommen in Berlin im Konrad-Adenauer-Haus die Spitzen der CDU zu einer Präsidiums-Sitzung zusammen. Merz hat sie alle zusammengetrommelt. Dort muss Merz dann seine Macht verteidigen oder kommt es gar zum Parteiaufstand gegen den Kanzler?

Ein Mann spricht am CDU-Pult im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin während des Wahlkampfs.
Bundeskanzler Friedrich Merz © IMAGO/Bernd Elmenthaler

Holt die Linkspartei Berlin?

Eine brisante Prognose der Plattform Polymarket sorgt für Aufsehen: Beim Rennen in Berlin liegt die Linkspartei mit hoher Wahrscheinlichkeit klar vor der CDU.

Linkspartei laut Prognose vorn

Die Wahrscheinlichkeit für einen Sieg der Linken wird von Polymarket mit 66 Prozent angegeben. Damit sieht die Plattform diese Partei mit klarem Abstand an der Spitze der Erwartungen für den Wahlausgang.

CDU folgt mit deutlichem Abstand

Demgegenüber taxiert Polymarket die Chancen auf einen Erfolg der CDU deutlich niedriger. Die Wahrscheinlichkeit eines Sieges der Christdemokraten wird von der Prognoseplattform auf rund 30 Prozent geschätzt. Die Daten spiegeln somit die aktuelle Werteverteilung der Plattform wider.


In Schwerin heißt es: Rot vs. Blau

Die SPD und Schwesig wollen den Ministerpräsident-Sessel verteidigen. Holm von der AfD will die Roten ablösen.

Zwei Personen stehen an Pulten bei einer TV-Debatte mit blauem Hintergrund und Wassergläsern.
Manuela Schwesig und Leif-Erik Holm © IMAGO/Anadolu Agency

Entscheidung in Berlin

Verliert der Berliner Spitzenkandidat Evers, könnte auch Merz stürzen.

Zwei Männer im Anzug stehen vor einem Schild mit der Aufschrift "bleib stabil."
Berlin, Deutschland, 17.09.2026: Konrad-Adenauer-Haus: Wahlkampf-Schlussspurt der CDU: CDU-Spitzenkandidat für Berlin Stefan Evers und Bundeskanzler Friedrich Merz CDU *** Berlin, Germany, September 17, 2026 Konrad Adenauer House CDU s final push in the election campaign CDU s top candidate for Berlin, Stefan Evers, and Federal Chancellor Friedrich Merz CDU Copyright: xdtsxNachrichtenagenturx dts_135185 © IMAGO/dts Nachrichtenagentur

Schicksalswahlen für Merz

Je nachdem wie die CDU abschneidet, könnte die Debatte über die politische Zukunft von Parteichef und Kanzler Merz erneut Fahrt aufnehmen. Seit Tagen wird darüber debattiert, ob er sich halten kann. Merz hat das CDU-Präsidium für Sonntagabend in die Parteizentrale in Berlin, das Konrad-Adenauer-Haus, eingeladen.


In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern wird gewählt

In Berlin regiert derzeit ein Bündnis aus CDU und SPD. Für eine Neuauflage reicht es letzten Umfragen zufolge nicht. Dort zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der Linken und der CDU um Platz eins ab. Dahinter waren in Umfragen auch die Rechtsaußen-Partei AfD (Alternative für Deutschland), die Grünen und die SPD (Sozialdemokraten) zweistellig. Das populistische BSW kämpft um den Einzug ins Abgeordnetenhaus.

Mecklenburg-Vorpommern wird aktuell von einer Koalition aus der SPD und der Linken regiert. Laut Umfragen ist unsicher, ob es für eine Neuauflage reichen wird. Jüngste Umfragen sahen SPD und AfD in einem engen Rennen an der Spitze, die Linke mit Werten um zehn Prozent weit dahinter. Grüne und BSW (Bündnis Sahra Wagenknecht) müssen um den Einzug in den Landtag bangen, auch die CDU rutschte in Umfragen in die Nähe der Fünf-Prozent-Hürde.


Ein Mann mit Brille spricht bei einer CDU-Veranstaltung am Rednerpult mit CDU-Logo.
© APA/AFP/JOHN MACDOUGALL

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