Schlagerstar

Mega-Playback-Panne bei "HeidiFest"

Vier Personen in traditionellen Trachten posieren vor einer bunten Alpenkulisse mit Blumen.
© Getty Images
Heidi Klum lud zur zweiten Ausgabe ihres turbulenten "HeidiFests" ins Münchner Hofbräuhaus und versammelte zahlreiche Promis auf der Bühne. Doch ausgerechnet der Auftritt von Markus Mörl wurde durch eine unübersehbare Playback-Panne zum Opfer von Häme im Netz.
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Zur zweiten Auflage ihres Festes hatte Model-Mama Heidi Klum ein illustres und bunt gemischtes Aufgebot an Stars in die bayerische Landeshauptstadt gelotst. Den Auftakt der musikalischen Sause machte die schwedische Kult-Formation Rednex, die mit ihrem Neunziger-Jahre-Hit "Cotton Eye Joe" sofort für ausgelassene Stimmung im Saal sorgte. In dichter Folge wechselten sich daraufhin bekannte Show-Größen das Mikrofon in die Hand. Unter anderem standen Sängerin Sarah Engels, Erfolgsproduzent Mousse T. und Schlager-Legende Ireen Sheer im Rampenlicht, während sogar internationales Flair Einzug hielt: Niemand Geringeres als Supermodel Naomi Campbell stand am DJ-Pult und versorgte die feiernde Prominenz mit Beats.

Ein ganz besonderer Programmpunkt war jedoch für Neue-Deutsche-Welle-Star Markus Mörl reserviert. Heidi Klum machte vor der Performance des Sängers kein Geheimnis aus ihrer persönlichen Begeisterung für dessen Repertoire und moderierte ihn mit emotionalen Worten an: "Ich muss sagen, es ist eins meiner Lieblingslieder gewesen als kleines Kind und ist es auch immer noch." Gemeinsam mit seiner Ehefrau Yvonne betrat Mörl daraufhin die Bühne, auffällig gestylt mit einer leuchtend gelben Brille. Zunächst schien alles glattzulaufen, als die ersten vertrauten Klänge seines Megahits "Kleine Taschenlampe brenn" durch das Hofbräuhaus hallten.

Wenn die Tonspur den Musiker überholt

Die Darbietung nahm erst eine verhängnisvolle Wendung, als der Titel nahtlos in ein Medley überging und Mörls Party-Klassiker "Ich will Spaß" angestimmt wurde. Genau in diesem Moment verlor der Musiker den Anschluss an die Musiktechnik. Während die unverkennbare Gesangsstimme des Künstlers bereits laut und deutlich über die Beschallungsanlage zu hören war, stand Mörl mit beiden Händen klatschend auf der Bildfläche, anstatt seine Lippen synchron zum Text zu bewegen.

Ein Mann und eine Frau singen auf einer Party, umgeben von fröhlich feiernden Menschen in Tracht.
Markus Mörl und Yvonne König. © Rhine Clean Up via Getty Images

Der verpasste Einsatz blieb leider kein Einzelfall während dieser Nummer. Mehrfach hintereinander setzte der Musiker das Mikrofon viel zu spät an den Mund, sodass die Diskrepanz zwischen der perfekten Studioaufnahme vom Band und seiner tatsächlichen Bewegung auf der Bühne für jeden Anwesenden und alle Fernsehzuschauer überdeutlich ins Auge stach. Was eigentlich als mitreißende Nostalgie-Reise geplant war, verwandelte sich binnen Sekunden in eine der auffälligsten Playback-Pannen der jüngeren Fernsehgeschichte.

Unbarmherzige Kommentare in den sozialen Medien

Im Zeitalter von Social Media blieben die technischen Aussetzer des Schlagerstars naturgemäß nicht unbemerkt. Noch während die Party im Hofbräuhaus in vollem Gange war, formierte sich auf der Plattform X eine Welle von Häme und beißendem Spott. Ein Zuschauer brachte das Missgeschick trocken auf den Punkt: "Markus hat das Konzept von 'Man sollte die Lippen zum Text bewegen' nicht verstanden."

Andere Nutzer zeigten sich angesichts des unkoordinierten Auftritts regelrecht schockiert über das Niveau der Vorführung. So war in einem weiteren viel beachteten Kommentar zu lesen: "Wenn's nicht das 'HeidiFest' wäre, wär es ultrabeschämend, wie Markus jeden Playbackeinsatz versemmelt." Ein weiterer User fasste das Geschehen kurz und bündig mit der Bemerkung zusammen: "Markus muss Playbacksingen noch üben!" Während Heidi Klum ihr zweites Spektakel ungeachtet der Kritik feierte, lieferte der verunglückte Gesangseinsatz den Zusehern reichlich Gesprächsstoff über die Tücken von TV-Vollplayback-Shows.

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