Teurer Fehler

Mega-Tippfehler: Wirt verrechnet Gast aus Versehen 900 Euro zu viel

Eine Person hält eine Kreditkarte an ein Kartenlesegerät zum kontaktlosen Bezahlen.
© Getty Images
Ein folgenschwerer Tippfehler beim Bezahlen hat in einem Restaurant im deutschen Hagen für enormen Wirbel gesorgt. Ein Mitarbeiter tippte versehentlich eine Null zu viel in das Kartenterminal, woraufhin ein ahnungsloser Gast statt 115 Euro satte 1.015 Euro bezahlte.
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Aus einem gemütlichen und entspannten Restaurantbesuch im beliebten Lokal "Strandhaus Hagen" wurde für einen Gast unbemerkt ein extrem teures Pflaster. Beim Begleichen der Rechnung passierte dem Servicepersonal an der Kasse ein folgenschweres Missgeschick. Statt des eigentlichen Rechnungsbetrages von moderaten 115 Euro tippte ein Angestellter eine Null zu viel in das elektronische Kartenterminal ein.

Dadurch buchte das System dem Gast die astronomische Summe von 1.015 Euro vom Konto ab. Das Besondere an diesem kuriosen Vorfall: Der Kunde hielt seine Karte an das Gerät, bestätigte die Zahlung und verließ das Lokal, ohne den eklatanten Fehler zu bemerken. Auch dem Gaststättenteam fiel die fehlerhafte Abbuchung im stressigen Abendgeschäft zunächst überhaupt nicht auf.

Wirt startet verzweifelten Suchaufruf im Netz

Erst bei der späteren, gründlichen Abrechnung am Ende des Tages bemerkte das Team des Restaurants das massive Plus in der Kasse. Für den Restaurantbesitzer Mike Henning war sofort klar, dass dieser Fehler umgehend korrigiert werden muss. Er beschrieb den Vorfall in einem emotionalen Video als einen "richtig heftigen Fehler", der ihm und seinem gesamten Team extrem unangenehm sei.

Da der Gast bargeldlos mit Karte gezahlt hatte und keine Kontaktdaten im Lokal hinterlegt waren, entschied sich der ehrliche Wirt zu einem ungewöhnlichen Schritt. Er startete einen dringenden Suchaufruf auf den gängigen Social-Media-Plattformen, um den betroffenen Mann ausfindig zu machen.

  • Der Rechnungsbetrag: Eigentlich hätte der Gast nur 115 Euro für sein Essen bezahlen müssen.
  • Die Fehlbuchung: Durch ein Versehen an der Tastatur wurden schlussendlich 1.015 Euro abgebucht.
  • Der Differenzbetrag: Dem geprellten Kunden wurden somit genau 900 Euro zu viel in Rechnung gestellt.
  • Die ehrliche Reaktion: Das Restaurant suchte eigenständig nach dem Kunden, um das Geld zurückzuzahlen.

Über eine Million Aufrufe und PR-Gerüchte

Der ehrliche Aufruf des Gastronomen traf im Internet auf eine Welle der Hilfsbereitschaft und verbreitete sich in Windeseile. Das Video mit der Schilderung des Missgeschicks wurde innerhalb kürzester Zeit mehr als eine Million Mal aufgerufen und tausendfach geteilt. Doch neben viel Lob für die Ehrlichkeit des Lokals machten sich in den Kommentarspalten auch rasch Skeptiker bemerkbar. Einige Nutzer vermuteten hinter der emotionalen Geschichte einen geschickt inszenierten Werbegag, um Aufmerksamkeit für das Restaurant zu generieren.

Diesen Vorwürfen widersprach der Wirt Mike Henning jedoch umgehend und vehement. Die Geschichte sei absolut kein Scherz und schon gar keine PR-Aktion auf Kosten der Kunden. Um die Sache so schnell wie möglich auf sauberem Weg zu lösen, habe man auch bereits direkt den zuständigen Zahlungsanbieter kontaktiert.

Happy End nach dem großen Konto-Schock

Nach Tagen des Wartens und Hoffens gab es schließlich die erlösende Nachricht für alle Beteiligten. Der gesuchte Gast meldete sich tatsächlich persönlich beim "Strandhaus Hagen", um den Vorfall aufzuklären. Besonders kurios: Der Mann hatte den viralen Suchaufruf im Internet im Vorfeld überhaupt nicht gesehen.

Stattdessen war der Kunde bei einer routinemäßigen Kontrolle seiner eigenen Kontobewegungen auf die fehlerhafte Abbuchung gestoßen. Beim Anblick des Betrages von über tausend Euro für einen Restaurantbesuch dürfte der Mann verständlicherweise nicht schlecht gestaunt haben. Dank der Ehrlichkeit des Wirts Mike Henning konnte die Angelegenheit schnell geklärt werden, und der treue Gast bekommt seine 900 Euro anstandslos zurückerstattet.

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