Kaltfront

Minusgrade im Anmarsch: Die richtige Zimmertemperatur überrascht

Frau dreht die Heizung an einem weißen Heizkörper mit Thermostat herunter.
© Getty Images
Österreich könnte ein überraschend winterlicher November bevorstehen. Wer dann frierend nach Hause kommt, dreht die Heizung am liebsten sofort voll auf. Doch genau das kann zum teuren Fehler werden.
OE24 auf Google bevorzugen

Wenn draußen die Temperaturen sinken, läuft in vielen Haushalten die Heizung auf Hochtouren. Doch wer glaubt, dass möglichst warme Räume automatisch für mehr Wohlbefinden sorgen, irrt sich. Denn schon wenige Grad machen einen großen Unterschied, nicht nur beim Wohnkomfort, sondern auch bei der Heizkostenrechnung. Doch welche Zimmertemperatur ist im Winter tatsächlich ideal?

So warm sollte jeder Raum wirklich sein

Ältere Frau sitzt lächelnd auf einem Stuhl in einem hellen Raum am Fenster.
Heizung © Getty Images/Westend61

Man sollte vermeiden, die gesamte Wohnung gleichmäßig stark zu beheizen, da unterschiedliche Wohnbereiche verschiedene Temperaturen erfordern. Hier ist der Raum-für-Raum-Guide, der viele überrascht:

  • Das Wohnzimmer: Hier liegt die empfohlene Zimmertemperatur bei etwa 20 °C (was auf dem Standard-Regler meist der Stufe 3 entspricht).
  • Das Schlafzimmer: Hier lassen die Richtwerte viele auf den ersten Blick erschaudern: 16 bis 18 °C sind ideal. Ein zu warmes Schlafzimmer hemmt die Melatonin-Produktion und stört die wichtige Muskelentspannung, was zu unruhigem Schlaf führt.
  • Küche & Flur: In der Küche sorgen Backofen, Herd und Kühlschrank bereits für zusätzliche Wärme. Hier – genau wie im Flur – sind 16 bis 18 °C (etwa Stufe 2) vollkommen ausreichend.
  • Das Badezimmer: Nur hier darf es wirklich warm sein! Um nach dem Duschen nicht zu frieren, darf die Temperatur im Bad gerne bei kuscheligen 22 bis 24 °C liegen.

So einfach sparst du Geld

Schon kleine Veränderungen am Thermostat können Wunder für dein Bankkonto bewirken. Die Faustregel lautet: Wer die Raumtemperatur um nur 1 °C senkt, spart rund sechs Prozent der Heizenergie ein. Das bedeutet: Liegt deine Wohnzimmertemperatur bei 23 Grad und du senkst sie auf die empfohlenen 20 Grad, kannst du fast 20 Prozent deiner Heizkosten einsparen, ohne dabei frieren zu müssen.

Person stellt einen Heizkörper ein, trägt gelben Pullover, Wand im Hintergrund.
Heizung © Getty Images/iStockphoto

Richtig lüften beim Kälteeinbruch

Wenn die frostige Kaltfront da ist, machen viele aus Angst vor der Kälte den Fehler, das Fenster auf "Kipp" zu stellen. Das ist ein absoluter Energiefresser. Die Wände kühlen dadurch schleichend aus und du heizt buchstäblich zum Fenster hinaus.
Viel intelligenter und effizienter: Drehe die Heizung kurz herunter und öffne die Fenster weit. Ein Stoßlüften von 3 bis 5 Minuten reicht aus, um die Raumluft komplett auszutauschen, ohne dass die Wände auskühlen. Idealerweise machst du das, indem du gegenüberliegende Fenster öffnest (Querlüften).

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden