Nations League startet

ÖFB-Team im Umbruch! Rangnick bricht nach neun Wochen Schweigen

PL
ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick mit Brille und hellblauem Trainingsshirt sitzt nachdenklich auf einem Golfcart am Rande des Trainingsplatzes.
© GEPA pictures
Nach neun Wochen Schweigen meldet sich Teamchef Ralf Rangnick zurück. Der ÖFB-Kader für die Nations League steht an – und bringt angesichts vieler Personalsorgen offene Fragen mit sich.
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Nach neun Wochen Schweigen, das auf das 0:3 im WM-Sechzehntelfinale gegen Spanien folgte, meldet sich Ralf Rangnick am Montag ab 14 Uhr wieder zum Thema Nationalteam zu Wort. Was schon überfällig war. Es geht um den Kader für die ersten vier Spiele zur Nations League, die bisher unter Rangnick kein Erfolgskapitel war. Nach dem Aufstieg unter Rangnicks Vorgänger Franco Foda in die Nations League A folgte 2022 der Abstieg gegen Kroatien, Frankreich und Dänemark, wurde nach der EM 2024 der Aufstieg verschenkt. Gegen Norwegen, Slowenien und Kasachstan nicht Gruppensieger, im Play-off an Serbien gescheitert. Jetzt folgt gegen Israel, Kosovo und Irland der zweite Anlauf zur Rückkehr in die oberste Kategorie.

In elf Tagen zwischen 24. September und 4. Oktober wird sich zeigen, wohin der Weg führt: Zunächst gegen Israel in Linz, dann gegen Kosovo im Happel-Stadion, dann auswärts in Dublin und in Pristina. Die zwei Duelle gegen Kosovo sind brisant, weil Foda bei Kosovo ein bisher erfolgreicher Teamchef ist.

ÖFB-Kader vor Nations League im Umbruch

Änderungen im Kader gegenüber dem WM-Aufgebot drängen sich auf. Nicht nur, weil Arnautovic seine Teamkarriere beendete. Es stellt sich die Frage, ob sechs Innenverteidiger wie im WM-Kader notwendig sind. Ob es Sinn macht, an Kapitän Alaba festzuhalten, der noch keinen neuen Verein und damit keine Spielpraxis hat. Er trainierte zuletzt bei Martin Hämmerle, dem Fitnesstrainer des Teams.

Selbst hinter Tormann Alexander Schlager, gemeinsam mit Sabitzer der beste Österreicher bei der WM, könnte man ein Fragezeichen stellen, weil er bei Werder Bremen nur zweite Wahl ist. Svoboda ist verletzt, Grillitsch spielte bei Frosinone nicht, Chukwuemeka bei Dortmund, Prass bei Hoffenheim. Und auch mit Baumgartner ist während der Nations League nicht zu rechnen, er nannte Dezember als Datum für das Comeback. Ein vierter Angreifer zu Gregoritsch, Kalajdzic und Wimmer? Zuletzt zeigte Grüll einmal in Bremen auf.

Sascha Horvath drängt in den ÖFB-Kader

LASK-Kapitän Sascha Horvath im gestreiften Trikot streift sich die Kapitänsschleife am Oberarm über auf dem Spielfeld.
LASK-Kapitän Sascha Horvath streift sich hier im heutigen Match die Kapitänsschleife über. Der Mittelfeldakteur drängt mit seinen starken Leistungen im Klub vehement in den ÖFB-Kader von Teamchef Ralf Rangnick für die anstehende Nations League. © GEPA pictures

Kein Weg darf am LASK-Kapitän Sascha Hovath vorbeiführen. Er hätte schon für die WM nach der Verletzung von Baumgartner nominiert werden müssen, nicht Dejan Ljubicic, der bei der WM ebenso nicht spielte wie Schöpf. Horvath würde sicher für spielerische Impulse sorgen, die bei der WM fehlten. Sein Alter darf kein Argument sein. Rangnick nahm den 32-jährigen Schöpf zur WM mit, Horvath ist zwei Jahre jünger. Eine Einberufung würde sich auch Salzburgs neuer Kapitän Veratschnig verdienen.

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