Neue Regeln

Verbote & Regeln: Das ist alles neu beim Oktoberfest 2026

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Am Samstag startet das 191. Oktoberfest in München. Wer auf der Wiesn feiern möchte, muss sich auch 2026 an strenge Regeln halten. Eine besonders umstrittene Party-Praxis ist heuer erstmals verboten. Gleichzeitig warten neue Fahrgeschäfte, ein neues Festzelt und deutlich mehr Sicherheitsmaßnahmen auf die Besucher.
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Vom 19. September bis 4. Oktober verwandelt sich die Münchner Theresienwiese wieder in das größte Volksfest der Welt. Millionen Gäste werden in den 16 Tagen erwartet. Bevor Dirndl und Lederhose eingepackt werden, lohnt sich allerdings ein Blick auf die Regeln – denn nicht alles, was nach Party klingt, ist auf der Wiesn auch erlaubt.

Neu verboten: Keine Champagner-Duschen mehr

Für besonders feierfreudige Gäste gibt es heuer eine klare Ansage: Die sogenannten Champagner-Duschen sind verboten. Dabei wurden in einigen Zelten immer wieder teure Flaschen geöffnet und der Inhalt über andere Gäste verspritzt.

Der Münchner Stadtrat will dieser Praxis nun einen Riegel vorschieben. Begründet wird das Verbot unter anderem mit Lebensmittelverschwendung. Außerdem soll verhindert werden, dass sich das traditionsreiche Volksfest immer stärker in eine "Ballermann"-Party verwandelt. Champagner trinken bleibt natürlich erlaubt – verspritzt werden darf er jedoch nicht mehr.

Cannabis bleibt auf der gesamten Wiesn tabu

Obwohl Cannabis in Deutschland teilweise legalisiert wurde, gilt auf dem gesamten Oktoberfestgelände ein striktes Konsumverbot. Das betrifft nicht nur die Festzelte, sondern auch die Straßen, Fahrgeschäfte und Außenbereiche der Theresienwiese.

Bei Zigaretten ist die Regelung weniger streng: Auf dem Festgelände und in den Biergärten darf geraucht werden. In den Festzelten herrscht hingegen bereits seit 2010 Rauchverbot. Viele Zelte verfügen über eigene Raucherbereiche oder Balkone.

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Große Taschen müssen draußen bleiben

Wer mit einem großen Rucksack oder einer geräumigen Handtasche anrückt, kommt nicht auf das Gelände. Erlaubt sind nur Taschen mit maximal drei Litern Volumen beziehungsweise einer Größe von höchstens 20 mal 15 mal 10 Zentimetern.

An den Eingängen werden Größe und Inhalt kontrolliert. Wer größeres Gepäck dabeihat, kann es für fünf Euro bei einer der Gepäckaufbewahrungen abgeben – sofern dort noch Platz ist.

Diese Gegenstände sind verboten

Unabhängig von der Größe der Tasche dürfen bestimmte Dinge keinesfalls mit auf die Wiesn:

  • Messer sowie Hieb-, Stoß- und Stichwaffen
  • gefährliche Gas- und Sprühdosen
  • ätzende oder färbende Substanzen
  • Glasflaschen
  • Fahrräder, Roller, Skateboards und Inline-Skates

Getränke in anderen Behältern dürfen grundsätzlich auf das Festgelände mitgenommen werden. In den Festzelten und deren Biergärten sind selbst mitgebrachte Getränke allerdings nicht erlaubt. Regenschirme, Gehhilfen und notwendige medizinische Geräte dürfen nach einer Kontrolle mitgenommen werden.

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Eigene Jause ist erlaubt

Bei der Verpflegung zeigt sich die Wiesn großzügiger: In den Biergärten dürfen Gäste nach bayerischer Tradition ihre eigene Jause essen. Auch eine zuvor an einem anderen Stand gekaufte Jause darf mitgebracht werden. Getränke müssen jedoch vor Ort bestellt werden.

Auch der Eintritt auf das normale Festgelände und in die Festzelte ist kostenlos. Nur für die historische "Oide Wiesn" werden vier Euro Eintritt verlangt.

Kinderwagen nur zu bestimmten Zeiten

Kinderwagen und Buggys dürfen an den meisten Tagen bis 18 Uhr auf das Gelände. Danach müssen sie draußen bleiben. An Samstagen sowie am 3. Oktober gilt das Kinderwagenverbot sogar ganztägig. Rückentragen für Kleinkinder sind hingegen immer erlaubt.

Auch Tiere dürfen grundsätzlich nicht auf die Theresienwiese mitgenommen werden. Ausnahmen gelten nur für Blindenführ- und Assistenzhunde sowie für die traditionellen Brauereipferde.

Maßkrug mitnehmen kann teuer werden

Für manche Wiesn-Gäste gehört der Maßkrug zum vermeintlich perfekten Souvenir. Doch wer den Krug aus dem Zelt schmuggelt, begeht Diebstahl. Die Krüge bleiben Eigentum der Festwirte und werden an den Ausgängen kontrolliert. Legal gekaufte Souvenirkrüge sind entsprechend gekennzeichnet.

Mehr Überwachung nach Gedränge im Vorjahr

Nach gefährlichen Überfüllungssituationen im Jahr 2025 wurde das Sicherheitskonzept deutlich verschärft. Eine neue Koordinierungsstelle soll die Besucherströme beobachten und die Kommunikation zwischen Polizei, Sicherheitsdiensten und Veranstaltern verbessern. Moderne Kamera- und Beobachtungssysteme sollen kritische Menschenansammlungen früher erkennen.

Rund 600 Polizisten sowie mehr als 2.000 Sicherheitskräfte sollen auf dem Gelände und in den Zelten im Einsatz sein. Die gesamte Theresienwiese wird von mehr als 50 Kameras überwacht. Zusätzlich sollen Gäste stärker auf weniger ausgelastete Eingänge und ruhigere Besuchszeiten aufmerksam gemacht werden.

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Drei neue Fahrgeschäfte sorgen für Nervenkitzel

Auch bei den Attraktionen gibt es 2026 mehrere Premieren. Das "Chaos Pendel" schleudert seine Fahrgäste in bis zu 42 Meter Höhe und erreicht dabei Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h.

Beim neuen "Shake & Roll" können sich die Gondeln durch die Fliehkräfte frei überschlagen. Ebenfalls erstmals dabei ist "Fisherman’s", ein dreistöckiges Laufgeschäft mit Wasserabenteuern und einem 15 Meter langen Parcours.

Neues Festzelt und frühere Musik

Mit "Bartls Flößerstadl" gibt es heuer außerdem ein neues Festzelt für knapp 400 Gäste. Es soll die Geschichte der Flößerei in München aufgreifen und vor allem regionale sowie biologisch und fair produzierte Speisen anbieten. Bodos Cafézelt wurde wiederum durch einen nachhaltigen Holzbau mit Galerie ersetzt.

Neu sind auch die Musikzeiten: In den großen Festzelten darf werktags bereits ab 11 Uhr und am Wochenende ab 10 Uhr gespielt werden – eine Stunde früher als bisher. Bis Mittag ist allerdings ausschließlich traditionelle Blasmusik erlaubt. Damit sollen sich die Besucher besser über den Tag verteilen.

Bier wird wieder teurer

Auch beim Preis gibt es eine wenig erfreuliche Neuerung: Die Maß kostet 2026 je nach Zelt zwischen 14,80 und 15,90 Euro. Im Durchschnitt sind die Bierpreise damit um 2,38 Prozent gestiegen. Für Weißbier werden im Weinzelt sogar 18,40 Euro verlangt.

Immerhin gibt es mittlerweile zehn Brunnen mit kostenlosem Trinkwasser auf dem Festgelände. Außerdem akzeptiert inzwischen rund die Hälfte der Stände und Fahrgeschäfte Kartenzahlung – ganz ohne Bargeld sollte man die Wiesn dennoch besser nicht besuchen.

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