USA-Reporter

Xi trifft Trump: Countdown zum Giganten-Gipfel

Zwei Männer in Anzügen nebeneinander im Porträt, beide mit ernstem Gesichtsausdruck.
© APA/AFP/POOL/KENT NISHIMURA/PETE
Die beiden Führer der Weltmächte USA und China treffen sich diesen Donnerstag in Washington. Der Countdown zum Giganten-Gipfel tickt. Die Gipfelthemen sind brisant.
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Der Countdown tickt zum Giganten-Gipfel in Washington am Donnerstag: US-Präsident Donald Trump empfängt Chinas Machthaber Xi Jinping. Kaum ein Treffen in diesem Jahr hat größere globale Sprengkraft – die beiden führenden Wirtschaftsmächte stehen für 42,2 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung. Trump spart nicht bei Pomp und Paraden. Die Bilder dürften an seine Visite in Peking im Mai erinnern, als Xi tief in die Zeremonienkiste griff – samt Kinderchören und Paradesoldaten im Stechschritt. Neben Gesprächen im Oval Office schmeißt Trump ein Staatsbankett; 21 Kanonenschüsse und Kampfjet-Formationen werden erwartet.

Streitpunkte

Brisant sind jedoch die Streitpunkte – in einem Machtkampf, der längst weit über Handelspolitik hinausgeht. Das Top-Thema: KI-Technologie, die zuletzt sogar Weltuntergangsängste befeuerte.

Am Verhandlungstisch werden Top-Tech-Titanen erwartet, darunter Nvidia-"Chip-König" Jensen Huang und OpenAI-Chef Sam Altman. Auch mit Trump-Verbündetem Elon Musk (Tesla, SpaceX) wird gerechnet. Trotz drastischer Warnungen, KI könne sich verselbstständigen und zur Terminator-Technologie werden, drückt Trump aufs Tempo. Seine Sorge: Wenn die USA bremsen, könnte China das KI-Rennen für sich entscheiden. "Wer KI gewinnt, gewinnt alles", sagte er zuletzt. Aber: Zumindest bei einer KI-Rüstungskontrolle könnte Bewegung entstehen, sollten sich beide Länder auf "rote Linien" einigen – etwa bei der Steuerung von Nuklearwaffen. Die letzte Entscheidung müsste beim Menschen bleiben.

Weitere zentrale Themen: Beim zuletzt leicht entschärften Handelskrieg sollen dauerhaftere Vereinbarungen folgen. Gerungen wird zudem um die gefährlichsten geopolitischen Brennpunkte – von Taiwan bis zum Iran-Krieg, der die Welt in eine neue Ölkrise gestürzt hat. Dazu kommen jüngste Gerüchte über Xis Gesundheit: Bei seinem letzten Besuch in Indien ließ er ein Staatsbankett sausen und reiste früher ab.

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