Todesfall

68-Jähriger stirbt nach Gelsenstich an West-Nil-Virus

Gelse
© Getty Images
Ein Mückenstich mit fatalen Folgen sorgt in Friaul für Bestürzung: Ein 68-Jähriger ist wenige Tage nach einem Gelsenstich gestorben. Auch in Österreich wurden heuer bereits Fälle nachgewiesen.
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Italien. Ein 68-jähriger Mann aus Pasiano (Friaul-Julisch Venetien) ist wenige Tage nach einem Mückenstich im Krankenhaus von Pordenone an den Folgen einer West-Nil-Virus-Infektion gestorben. Das berichtet die italienische Tageszeitung "Il Gazzettino". Laut seinem Sohn traten wenige Stunden nach Besuchen der Fußballplätze in Corva und Pasiano plötzlich hohes Fieber auf; vier Tage nach der Spitaleinlieferung verstarb er. Die zuständige Sanitätsbehörde bestätigte das Virus inzwischen als Todesursache.

Maßnahmen im Heimatort

Bürgermeisterin Marta Amadio drückte den Angehörigen ihr Beileid aus und verwies auf das erhöhte Risiko durch die zahlreichen Grünflächen und Wasserläufe in der Gemeinde. Als Reaktion veranlasste die Behörde die kostenlose Ausgabe von Larvizid-Tabletten über die Apotheke sowie eine großflächige Desinfektion des Ortes. Die Bevölkerung wurde angewiesen, während der Arbeiten im Haus zu bleiben, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Spielzeug, Obst und Gemüse abzudecken oder wegzuräumen.

Lage in Österreich

Stechmücken übertragen das West-Nil-Virus, wobei tödliche Verläufe extrem selten sind. In Österreich wurde der Erreger 2008 erstmals bei Tieren und 2015 bei Menschen nachgewiesen. Nach AGES-Angaben gab es heuer bislang sechs humane Infektionen (davon ein importierter Fall) sowie Nachweise bei 13 Wildvögeln und drei Pferden.

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