Ekurhuleni liegt östlich von Johannesburg und zählt mehrere Millionen Einwohner. Seit Mitte Juli wurden dort die Leichen von neun Frauen entdeckt. Die Opfer waren zwischen 20 und 38 Jahre alt. Mehrere der Frauen wurden teilweise entkleidet oder nackt gefunden, bei einigen gab es Hinweise auf Fesselungen.
Die erste Tote wurde am 15. Juli entdeckt. Es folgten weitere Leichen im August und September. Unter den Opfern war auch die 38-jährige Elizabeth Moselakgomo, die zu einer Laufrunde aufgebrochen und anschließend vermisst worden war. Ihre Leiche wurde später gefunden.
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Das bislang neunte Opfer wurde am 17. September in Dawn Park entdeckt. Die etwa 30-jährige Frau war teilweise bekleidet und wies Verletzungen auf. Ihre Identität war zunächst nicht bekannt.
Polizei prüft Zusammenhang
Die Häufung der Todesfälle löste Spekulationen über einen möglichen Serienkiller aus. Die Polizei will sich darauf jedoch nicht festlegen. Die Fälle werden gemeinsam untersucht, gleichzeitig betonen die Ermittler, dass bislang kein eindeutiger Zusammenhang zwischen allen Morden nachgewiesen wurde.
Auch die Vorgehensweisen und möglichen Motive könnten sich bei den einzelnen Fällen unterscheiden. Bei einem der jüngsten Morde gehen Ermittler beispielsweise ersten Erkenntnissen zufolge von einem möglichen Konflikt innerhalb einer Beziehung aus.
Drei Verdächtige festgenommen
Im Zusammenhang mit dem jüngsten Fall wurden ein Mann und zwei Frauen festgenommen. Die drei Verdächtigen standen zunächst wegen des Mordes an einer der Frauen im Fokus – eine Verbindung zu den übrigen Fällen ist damit nicht automatisch hergestellt.
Die Ermittlungen wurden inzwischen deutlich ausgeweitet. Ein spezialisiertes Team aus Ermittlern, Geheimdienstmitarbeitern und Forensikern soll die Todesfälle untersuchen. Für Hinweise, die zur Aufklärung beitragen, wurde eine Belohnung von 400.000 Rand ausgesetzt.
Behörden warnen Frauen
Die Behörden rufen Frauen angesichts der Mordserie zu besonderer Vorsicht auf. Sie sollen möglichst nicht alleine unterwegs sein, Fremden gegenüber vorsichtig bleiben und Vertrauenspersonen darüber informieren, wohin sie gehen.
Auch Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa hat die Aufklärung der Fälle zur Priorität erklärt. Die Regierung reagierte damit auf die wachsende Angst und die öffentliche Empörung über die Gewalt gegen Frauen.
Noch ist damit offen, ob die neun Todesfälle tatsächlich auf einen gemeinsamen Täter zurückgehen. Die Ermittler versuchen weiterhin, mögliche Verbindungen zwischen den Fällen zu finden.
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