"Unannehmlichkeiten"

Russische Botschaft entschuldigt sich für Störgeräusch

Russische Botschaft in Wien
© APA
Ein Vertreter der russischen Botschaft hat nicht nur die Verantwortung für Störgeräusche aus zwei defekten Dachventilatoren in Wien-Landstraße übernommen, sondern sich auch für "Unannehmlichkeiten" entschuldigt.
OE24 auf Google bevorzugen

Darüber informierte ein Sprecher des österreichischen Außenministeriums am Donnerstagabend die APA. Obwohl der Lärm vergangene Woche sogar zur Gesundheitsgefährdung erklärt wurde, hatte das russische Botschaftsteam der APA erklärt, ihn gar nicht zu wahrzunehmen.

Nachdem die Wiener Baupolizei MA 37 Ende vergangener Woche über eine Lärmbelästigung ausgehend von zwei defekten Ventilatoren am Dach der russischen Botschaft informiert habe, habe am Dienstag ein Gespräch im Außenministerium mit einem russischen Vertreter stattgefunden, erklärte der Sprecher. Seitens des Außenministeriums sei dabei eine rasche Behebung der Lärmbelastung eingefordert worden.

Lärmbelästigung am Wochenende eingestellt

"Die Botschaft entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten und teilte mit, dass die Lärmbelästigung bereits am Wochenende eingestellt worden sei", berichtete er. Der Botschaftsvertreter kündigte zudem eine formelle Antwort auf einen Bescheid der Stadt Wien nach dessen Zustellung an.

Nachdem die APA am 8. September über im Umfeld der russischen Botschaft seit geraumer Zeit wahrzunehmenden Störgeräusche mit auffälliger Komponenten um etwa 790 Hertz vor der russischen Botschaft in der Reisnerstraße berichtet hatte, hatte das Umweltamt MA 22 am selben Tag im Auftrag der Baupolizei eine Lärmmessung durchgeführt. Ein Sachverständiger sah dabei eine deutliche Überschreitung des sogenannten Widmungsbasispegels insbesondere in den Nachtstunden. Der Gesundheitsdienst der Stadt Wien MA 15 konstatierte zudem zwei Tage nach der Messung, dass aufgrund der Lärmwerte eine Gesundheitsgefährdung eintreten könne.

Anzeige bei Wiener Baupolizei bereits im Mai 2026

Zuvor hatte bereits Anfang Mai 2026 die Hausverwaltung einer benachbarten Liegenschaft den Lärm bei der Baupolizei angezeigt, wiederholt urgiert und später auch Mails an die russische Botschaft geschrieben sowie andere österreichische Dienststellen kontaktiert. "Aufgrund der besonderen Situation der russischen Botschaft gestaltet sich die weitere Bearbeitung jedoch offenbar schwierig", hieß es dabei in einem der APA vorliegenden Mail der Hausverwaltung an das Wiener Umweltamt vom 20. August.

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden