Treibstoff-Schock

Rekord von 2,268 Euro: Diesel so teuer wie nie

Spritpreise explodieren
© Getty
Dieselfahrer müssen in Österreich derzeit so tief in die Tasche greifen wie noch nie. Der Mobilitätsclub ÖAMTC fordert angesichts des neuen Spitzenwerts rasche Entlastungen.
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Wien. An den heimischen Zapfsäulen wurde gestern ein neuer Tages-Höchstwert beim Treibstoff verzeichnet: Der Preis für einen Liter Diesel stieg auf 2,268 Euro. Damit wurde die bisherige Höchstmarke von 2,245 Euro aus dem späten März dieses Jahres übertroffen. Beim Superbenzin liegt der aktuelle Wert hingegen noch 14 Cent unter dem Rekordwert von 2,099 Euro, der im Juni 2022 registriert worden war.

ÖAMTC fordert rasche Entlastung

Gegenüber der aktuellen Marktsituation verweist der ÖAMTC auf die Initiative mehrerer europäischer Finanzminister – inklusive Österreichs –, die eine EU-weite Übergewinnsteuer auf die stark gestiegenen Gewinne der Mineralölindustrie vorschlägt.

"Die Konsument:innen sind an der Zapfsäule mit Höchstpreisen konfrontiert und Konzerne erzielen außerordentliche Gewinne: Es wäre an der Zeit, endlich jene Menschen zu entlasten, die auf das Auto angewiesen sind. Mit einer europäischen Übergewinnsteuer könnte man die Mineralölsteuer und CO2 Bepreisung senken und so den Kostendruck reduzieren," erklärt Martin Grasslober, Verkehrswirtschaftsexperte des ÖAMTC.

Notierungen genauer unter die Lupe

Neben der Diskussion über eine Besteuerung der Übergewinne erneuert der Club seine Forderung nach einer genauen Überprüfung sowie einer strengeren Regulierung der internationalen Preisnotierungen für Super und Diesel. Nach Ansicht des Vereins lässt sich ein fairer Preis an europäischen Tankstellen nur durch verlässliche Notierungen erreichen.

Tipps zum Sparen beim Tanken

Zusätzlich gibt der Mobilitätsclub Hinweise zum Einsparen von Kraftstoff. Wer eine vorausschauende Fahrweise wählt, eine gleichmäßige Geschwindigkeit hält, auf unnötige Schaltungen verzichtet und kein unnötiges Gewicht transportiert, kann den Verbrauch senken. Zudem wird geraten, Bezahlvorgänge an der Zapfsäule eher in den Vormittagsstunden zu erledigen, da die Preise im Laufe des Nachmittags oft steigen. Zudem sollten besonders teure Standorte, wie etwa Tankstellen direkt an Autobahnen, gemieden werden.

Über die ÖAMTC App oder die Webseite www.oeamtc.at/sprit lassen sich die aktuellen Preise vergleichen.

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